Die Jagd – Die Jägerei – Die Jagerie

Ein Jagdmensch

Alles Bezeichnungen – allein im Deutschen – für eine faszinierende Art, zumindest einen Teil seines Lebens zu verbringen. Der eine mehr, der andere weniger. Deswegen habe ich es hier einmal mit dieser etwas ungewöhnlichen Titelzeile versucht, so kommt man ohne Umschweife sofort medias in res.

Aber zunächst einmal Hallo. Waidmannsheil. Weidmannsheil. Guten Tag. Und ich möchte mich als Urheber der folgenden Seiten und Texte kurz vorstellen:

Jahrgang 1951, verheiratet, eine Tochter, gebürtiger Dortmunder, genau gesagt Huckarder, noch genauer aus dem Mailoh, und ich bin Jäger. Jagdmensch. Und Angler. Wohnhaft im schönen Südwestfalen, vulgo Sauerland. Und ich lebe, jage, fische, lese, arbeite und feiere gern. Tolle Sachen. So weit also eigentlich alles völlig unverdächtig und normal. Nur mit dem Jagen gibt es manchmal so seine Probleme. Man kann sagen, was man will – für ein so uraltes Handwerk ist die Jagd, eine Tätigkeit, ein Lebensstil, der/ dem die Menschheit immerhin ihre Entstehung, ihre Existenz verdankt, in den letzten Jahrzehnten in Deutschland eigentlich im Ansehen ziemlich weit heruntergekommen, ja sie ist in weiten Teilen zum Reizthema geworden.

Ich glaube, wir alle haben schon einmal die Frage gehört: Wie, Sie sind Jäägeeer? Unausgesprochen schwingt mit: „Und ich habe Sie bisher für einen anständigen Menschen gehalten!“ Ergebnis der Darstellung unserer Zunft in den einschlägigen Medien wie Bunte, Praline, Bild und anderen anspruchsvollen Postillen, durch so ausgewogen berichtende Schwergewichtssendungen wie „Odysso“ oder „Netz Natur“, gezielt gefördert und eingebracht in die öffentliche Meinung durch gesellschaftliche Formationen, die uns generell, vor allem aber ideologisch geprägt offen feindlich gegenüberstehen. Man fragt sich, woran das liegt. Spricht man nämlich mit Otto Normalverbraucher auf der Straße, steht der zum überwältigend großen Anteil, nämlich gut 80 %, der Jagd positiv gegenüber. Was ich, im Hinblick auf den propagandistischen Dauerbeschuss des Bürgers durch die Fundamental- Antijagd- Szene, für einen erfrischenden, erfreulichen Realitätssinn halte und, vor allem, als einen Beweis für den nach wie vor vorhandenen gesunden Menschenverstand beim Normalbürger werte.

Aber warum dann die dauernden Negativ- Schlagzeilen? Woran liegt´s? Irgendetwas stimmt doch hier nicht. Um die Dinge also etwas näher zu beleuchten, habe ich unter dem Punkt „Grundsätzliches“ einmal einen kleinen Ausflug in die Geschichte unserer Jagd gemacht; ich habe aber dabei ziemlich weit ausgeholt und gehe dann ausführlich auf die Dinge ein, die mich in den vergangenen Jahren beschäftigt haben und dies auch heute noch tun. Und ganz besonders treibt mich ein Thema um, wie man leicht feststellen kann, nämlich die (Jagd-) Politik, und dort in erster Linie natürlich die Teile unserer Parteienlandschaft, die ganz offensichtlich ein Problem mit der Jagd haben. Vielleicht bin ich ja nur empfindlich und sie haben auch mit anderen Bereichen des Lebens ihre Schwierigkeiten, man könnte den Verdacht haben. Ich zitiere Wiglaf Droste: Grüne sind erst dann richtig glücklich, wenn sie anderen Leuten etwas verbieten können. Jetzt ist es raus, Schluss also mit den Andeutungen! Klare Kante – das ist das, was uns seit vielen Jahren fehlt.  Das Gleiche gilt aber auch für einige meist steuerfreundlich als „gemeinnützig“ anerkannte, dabei hoch profitable Medien- Konzerne, meist Vereine, neudeutsch so genannte NGO´s, wie z. B. BUND und NABU. Dementsprechend fällt also meine Betrachtung in diesem Bereich etwas umfangreicher aus, man möge mir das nachsehen. (Zum Thema Gemeinnützigkeit siehe auch meinen Beitrag „Hobbyjagd„).

Unter den weiteren Rubriken / Kategorien sind dann noch weitere Texte zu finden, die ich über die Jahre, meist zu gegebenem Anlass, zu Papier gebracht habe, in der Regel als Leserbriefe, als Antwort auf Schriftverkehr oder als Kommentar zu Veröffentlichungen und Publikationen, auch als Reaktion auf Geschehnisse im alltäglichen Jagdbetrieb. Diese Texte sind also manchmal schon etwas älter, sind aber von der Thematik her meines Erachtens noch aktuell. Einige sind bissig, manche sehr bissig in der Tendenz, geschuldet der Tatsache, dass man manchmal emotional ein wenig einbezogen ist.  Einiges weniges würde ich aus heutiger Sicht vielleicht diplomatischer formulieren. Dennoch habe ich darauf verzichtet, diese Texte „zeitgeistgerecht“ zu redigieren; man sollte auch zu dem stehen, was man früher einmal gesagt hat.

Natürlich steht es jedem Besucher frei, einen eigenen Beitrag zu den verschiedenen Aspekten der Jagd einzustellen bzw. ihre/ seine Einstellung zu den verschiedenen Themen, zur Jagd an sich klar zu machen, das ist sogar ausdrücklich erwünscht; sie / er muss sich dazu lediglich kurz registrieren. Der Grund für die Registrierung liegt auf der Hand: Ich möchte einfach unqualifizierte anonyme Rüpeleien und Tiraden vermeiden. Ich behalte mir auch vor, Beiträge und User, die erkennbar eben darauf aus sind, zu blockieren.

Generell weise ich ausdrücklich darauf hin, dass es sich bei meinen Beiträgen um meine ureigene persönliche Einstellung zu den jeweiligen Themen handelt; es liegt in der Natur der Sache, dass es Leute gibt, die davon abweichende Meinungen haben – und das ist gut so.

In diesem Sinne, Waidmannsheil.

Manfred Nolting

Ein Jagdmensch